Informationen über Schmerzerkrankungen

POLYNEUROPATHIEN

Was versteht man unter Polyneuropathien?

Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wortteilen poly = viel, mehr als normal, neuro = Nerven, Nervenzellen betreffend und pathien = Leiden, Schäden, Krankheiten.

Polyneuropathien kommen ungefähr bei 40 von 100000 Einwohnern vor. Bedingt durch die verschiedenen Ursachen können die Nervenerkrankungen regional relativ stark schwanken. Polyneuropathien können in jedem Alter auftreten. Wann, hängt von der Ursache ab. Polyneuropathien können zwar theoretisch in jedem Lebensalter auftreten, in der Regel aber erst im fortgeschrittenen Alter. Beide Geschlechter sind gleichermaßen betroffen.

Polyneuropathien können in folgende Untergruppen gegliedert werden (alphabetisch und nicht nach Häufigkeit geordnet):

  • alkoholische
  • diabetische, auch als metabolische bezeichnet
  • infek tiöse (= als Folge ansteckender, übertragbarer Krankheiten)
  • ischäm ische (= als Folge einer Durchblutungsstörung)
  • tox ische (= als Folge von "Gift"-Einwirkung), entweder exotoxisch (= von außen zugeführt) oder endotoxisch (= im Körper selbst entstanden)

Am häufigsten kommt die alkoholische und diabetische bzw. metabolische (= stoffwechselbedingte) Polyneuropath ie vor (Neundörfer 1988).
Infek
tiöse Polyneuropathien können nach Borreliose nach Zeckenbiß bzw. Zeckenstich entstehen.
Ischäm
ische Polyneuropathien entstehen durch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Diese führt allmählich zu einer ischäm ische n Gewebs- bzw. Nervenstörung.
Exo
toxische Polyneuropathien können Folge von Medikamenten (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie Gewerbegiften sein, endo toxische aufgrund einer Porphyrie (= erbliche oder erworbene Stoffwechselstörung) oder Urämie (= Harnvergiftung).

Bei Polyneuropathien klagen die Patienten über brennende Dauerschmerzen im Versorgungsgebiet peripherer (= außerhalb Rückenmark und Gehirn verlaufender) Ner ven, Parästhesien (= Fehlempfindungen), Hyperästhesien und Hyperpathien (= gesteigerte Berührungsempfindlichkeiten), Druckschmerzhaftigkeit von Nerven und Muskeln sowie evtl. über motorische (= die Muskelfunktion betreffende) Reizerscheinungen (Cram pi) (Gerstenbrand et Rumpl 1988).
Schmerzattacken wie bei einer Neuralgie sind eher selten. Charakteristisch sind socken- bzw. handschuhförmige Sensibilitätsstörungen (= Störungen der Empfindlichkeit).
Der brennende Schmerzcharakter kann manchmal zur Verwechslung mit einer Kausalgie führen.
Eine Sonderform der diabetische n Po lyneuropathie stellt das Lundbaek Syndrom dar. Dabei kommt es bei länger bestehendem Diabetes mellitus zu Parästhesien (= Fehl-, Mißempfindungen), Bewegungsschmerzen, intermittierendes
Muskel versagen, Muskelsteife und Druckschmerzhaftigkeit im Hand / Unterarm -Bereich (Therapie siehe unten).

weiter: www.polyneuropathien.eu/seite2 (einfach anklicken)

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aktualisiert: >03.09</> k usb&

http://www.polyneuropathien.eu/seite2 http://www.polyneuropathien.eu

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen.
Quelle: Web-Seite der Bundesregierung:
http://www.die-gesundheitsreform.de (einfach anklicken)

Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber Rentenversicherungen:
Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf , in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden.
Hier gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: http://www.schmerz.com/schmerzen/sozialgericht2 oder auch https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: http://www.schmerz.com/schmerzen/sozialgericht3.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:

Arthritis Arthrose Armschmerzen atypischer Gesichtsschmerz Bandscheibenvorfall Beinschmerz Borreliose Brustwirbelsäulensyndrom Burning-feet-Syndrom Cluster-Kopfschmerz Komplexes regionales Schmerzsyndrom Durchblutungsstörung Dorsalgie Fibromyalgie Fibromyalgiesyndrom Gelenkschmerzen Gesichtsschmerz Gliederschmerzen Gürtelrose Halswirbelsäulensyndrom Herpes zoster Hörsturz Hüftschmerz Ischias Kausalgie Kopfschmerz Kreuzschmerz Leistenschmerz Lendenwirbelsäulensyndrom Lumbalgie Lumboischialgie Migräne Morbus Sudeck Muskelschmerz Nervenschmerzen Neuralgie Osteomyelitis Schleudertrauma Polyneuropathie Postzosterische Neuralgie Restles legs-Syndrom Rückenschmerz Schlaganfall (Hemialgesie) Schulterschmerz Spannungskopfschmerz Spinalkanalstenose Steißbeinschmerzen Kokzygodynie Sudeck Dystrophie Thalamusschmerz Tinnitus Zephalgie Cephalgie

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